Was liest Du?

Rezension zum Buch von Catherine Shepherd.:

mooresschwaerze

Allgemeine Details: 
Erscheinungsdatum: Ab 01.11.16 als Taschenbuch und eBook
Taschenbuch: 340 Seiten
Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (26. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944676068
ISBN-13: 978-3944676067

Kurzbeschreibung: 
Julia Schwarz kennt sich aus mit dem Tod. Die Rechtsmedizinerin ist in ihrem Institut auch als Eislady bekannt. Nichts kann sie so schnell aus der Bahn werfen. Jedenfalls nicht, solange sie es schafft, ihre düstere Vergangenheit in Schach zu halten. Als Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort in einem nahe gelegenen Moor ruft, sieht alles zunächst nach einem einfachen Fall aus. Aber dann verschwindet die Leiche und Julia macht sich auf die Suche nach dem toten Mädchen. Doch statt der Leiche stößt sie auf ein weiteres Opfer. Erst jetzt begreift Julia, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat, der einen perfiden Plan verfolgt. Ein sonderbares Tattoo auf dem Bauch der Frauen scheint die einzige Verbindung zwischen den Fällen zu sein. Aber die Zeit läuft gegen Julia und sie ahnt nicht, dass sie selbst bereits viel zu tief in den Strudel des Bösen geraten ist. Quelle

Autorin: 
Die Thriller-Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) wurde 1972 geboren und lebt mit ihrer Familie in Zons am Rhein. Catherine Shepherd hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Gießen studiert und nach Ihrem Abschluss als Diplom-Ökonomin in einer Düsseldorfer Bank gearbeitet. Quelle

Zum Inhalt: 
Julia Schwarz ist eine begnadete Rechtsmedizinerin und so wundert es nicht, dass Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort hinzu ruft. Die Leiche einer jungen Frau wurde im nahen Moor entdeckt und Julia sollte sich, vor der Obduktion, selbst ein Bild des Tatorts machen. Auf dem Weg in die Kölner Pathologie verschwindet die Leiche auf unerklärliche Weise. Schwarz und Kessler stehen vor einem Rätsel. Julia Schwarz versucht das Rätsel zu lösen und kehrt ins Moor zurück. Auf ihrer Suche findet sie eine weitere weibliche Leiche und schnell wird klar, hier treibt ein gefährlicher Serienkiller sein Unwesen und es wird nicht bei diesen beiden Leichen bleiben. Julia Schwarz und Florian Kessler müssen schnell handeln, um weitere Morde zu verhindern.

Beurteilung: 
Die Leseprobe von „Mooresschwärze“ war total nach meinem Geschmack. Manchmal kann es eben nicht gruselig genug sein und so freute ich mich sehr, vorab den neuen Thriller von Catherine Shepherd lesen zu dürfen.

Julia Schwarz ist eine junge motivierte Rechtsmedizinerin, die sich weit über ihren eigentlichen Zuständigkeitsbereich der Obduktion hinaus, engagiert. Der Ursprung dieses persönlichen Engagements liegt in ihrer Vergangenheit und erscheint mir nachvollziehbar und logisch. Florian Kessler scheint etwas zurückhaltend und um seine gute Leistung in der Abteilung der Kriminalpolizei besorgt. Damit steht er sich vermutlich zu Beginn des Buches selbst etwas im Weg. Beide Charaktere erlauben es allerdings dem Leser schnell und unkompliziert eine Verbindung aufzubauen.

Der Spannungsbogen ist gleichbleibend und die Handlung inhaltlich schlüssig und nachvollziehbar. Die Kapitellänge ist gut gewählt und fördert einen guten Lesefluss.

Was die Geschichte an sich betrifft, bin ich doch  enttäuscht. Die Story ist einfach, für mich als „Thriller-Liebhaber“ etwas zu einfach und das, was mich zuvor bei der Leseprobe so sehr gefesselt hatte, konnte ich im Buch selbst leider nicht wiederfinden. Hierfür fehlten mir die Einblicke in die Gedanken und vermutlich abartigen Beweggründe des Mörders. Die Ermittlungen von Julia Schwarz und Florian Kessler führten zu einfach und zu schnell zur Lösung des Falls. Ein bisschen mehr Verwirrung und Verirrung hätten dem Thriller gut getan.

Fazit: 
Schade.


Rezension zum Buch von Joy Fielding.:

Allgemeine Details:
Erscheinungsdatum: 11.07.2016
Originaltitel: She’s not there
Originalverlag: Ballantine
Verlag: Goldmann
Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 448 Seiten,
ISBN: 978-3-442-31272-6

Kurzbeschreibung: 
Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko … Quelle 

Autorin: 
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller „Lauf, Jane, lauf“ waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida. Quelle

Zum Inhalt:
Caroline und Hunter Shipley reisen mit ihren beiden kleinen Töchtern Michelle und Samantha, zur Feier des Hochzeitstages, nach Mexiko. Während Caroline und Hunter gemeinsam mit Freunden im Hotelrestaurant feiern, verschwindet aus der Suite die friedlich schlafende 2-jährige Samantha auf unerklärliche Weise. Plötzlich verändert sich das ganze Leben und jeder der Familie Shipley geht anders mit der bedrückenden Situation, um den Verlust der kleinen Tochter um.

Jahr um Jahr geht besonders Caroline durch die Hölle und ihre Qual wird alljährlich durch unangemessene Berichte, am Jahrestag des Verschwindens, in den Medien angeheizt. Als Caroline, den Glauben an ein Wiedersehen mit ihrer geliebten Tochter fast verloren hat, erhält sie einen Anruf aus Calgary. Eine junge Frau vermutet, die vor mittlerweile 15 Jahren entführte Samantha zu sein. Dies ist für die gesamte Familie Shipley der Beginn von Spekulationen, Hoffnungen und tief greifenden Enttäuschungen.

Beurteilung:
Seit 25 Jahren lese ich Bücher von Joy Fielding und doch ist der Roman „Die Schwester“ etwas Besonderes für mich. Im September 2016 bereiste Joy Fielding aufgrund ihrer Lesereise Deutschland. Erfreulicherweise war ein Termin in Hamburg vorgesehen, sodass ich vorab einen sehr persönlichen Einblick in die Gedanken & Inspirationen der Autorin erhalten konnte.

Obwohl es sich bei „Die Schwester“ um einen fiktiven Roman handelt, ist die Geschichte um Familie Shipley inspiriert durch den Entführungsfall der kleinen Maddie McCain. Und so findet man sich zu Beginn doch sehr an diesen Fall erinnert. Aus diesem Grund glaube ich auch, dass die eigenen Gedanken bzgl. dieses realen Falls sich ins Lesen einmischen.

Als Leserin gelang es mir jedoch schnell, zu jedem einzelnen Charakter eine eigene Beziehung aufzubauen. Und die Mischung an Emotionen ist – ganz Fielding-typisch – groß, bunt und weit.

Die Autorin beschreibt abwechselnd den Zeitpunkt von vor 15 Jahren hinführend zur Gegenwart. Die einzelnen Kapitel sind gleichbleibend lang gehalten, sodass man als Leser von Spannungskurve zu Spannungskurve getragen wird. Es entstanden in meinem persönlichen Lesefluss keine nennenswerten Phasen von Langeweile.

Joy Fielding gelingt es, in 448 Seiten den Leser durch Spannung zu fesseln und an das Schicksal der Shipleys emotional zu binden.

Fazit: 
Ich schätze an Joy Fielding besonders das schriftstellerische Geschick, dem Leser einen einfachen Zugang zur Geschichte und den Charakteren zu ermöglichen. Und so ist „Die Schwester“ ein weiteres Buch, bei dem man nicht denken muss, weil sich das Buch selbst einen Weg zum Leser sucht.

Kaufempfehlung? Auf jeden Fall. Unbedingt.


Rezension zum Buch von Angelika Schwarzhuber.:

Servus heißt vergiss mich nicht

Allgemeine Details:  
Erscheinungstermin: 19.10.2015
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten
weitere Ausgaben: eBook (epub)
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Kurzbeschreibung
Daniela hat ihr Leben eigentlich fest im Griff. Doch seit es Alex auf sie abgesehen hat, gerät ihr Gefühlsleben ordentlich durcheinander. Und gerade jetzt muss sich Daniela auf ihre Arbeit konzentrieren. Sie soll der todkranken Ehefrau eines Unternehmers in Sacramento einen ganz besonderen letzten Wunsch erfüllen, der Daniela auf eine außergewöhnliche Reise schickt! Allerdings stellt Alex ihr vor der Abreise ein Ultimatum… Quelle

Autorin
Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem äußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie die Schlafzeiten der Autorin bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für Kino und TV. Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine Berghütten zum Schafkopfspielen. Quelle

Zum Inhalt
Daniela ist eine alleinerziehende Mutter und lebt gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn in Bayern und auch ihr Zwillingsbruder Adrian findet in ihrer Wohnung zwischenzeitlich Unterschlupf. Daniela ist Geschäftsführerin der Firma BeauCadeau. Die Philosophie von BeauCadeau besteht darin ausgefallene Geschenkeideen in die Tat umzusetzen und so erhält Daniela eines Tages den Auftrag von Bernard Drigger, für seine schwer erkrankte Ehefrau ein Oktoberfest in Sacramento zu organisieren. Daniela nimmt den Auftrag an und sieht sich schon bald allen Herausforderungen & Überraschungen des Lebens und der Liebe gegenüber gestellt.

Beurteilung
Eigentlich liebe ich es ja Thriller zu lesen, doch Angelika Schwarzhuber gelang es durch knisternde Spannung und durch Worte sympathisch gezeichneten Charakteren, für mich, diesen Roman zu einem echten Leseerlebnis zu machen. Da werden selbst zwei Meerschweinchen zu tragenden Rollen, mit denen man als Leser eine wertvolle Beziehung eingeht.

Die Kapitel sind kurz gehalten und der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass nichts einen leichten und lockeren Leserhythmus stört.

Lediglich eine kleine und für die Geschichte eher unbedeutende Stelle erschien mir unlogisch. Die Tatsache, dass es einmalig zu einem inhaltlichen Fehler (Namensverwechslung) kam, bewerte ich eher als Erbsenzählerei meinerseits.

Es bedarf nicht immer eines Mörders! Und so schafft es die Autorin auch ohne Mord und Totschlag, aber auch ohne unnötigen Kitsch oder „Schnulzenalarm“ den Leser voll und ganz in ihren Roman zu ziehen und den Leser selbst mit einer warmen, emotionalen Geschichte zu bereichern.

Fazit
Welch wunderbare Geschichte! Kaufempfehlung? Auf jeden Fall.
„Servus heißt vergiss mich nicht“ …. Stimmt, diesen Roman vergisst man nicht. Und alles andere auch nicht! 😉

Liebe Angelika Schwarzhuber, ich wünsche mir mehr davon und werde Ihnen als Leser erhalten bleiben. Servus.


Rezension zum eBook von Dania Dicken.:

Allgemeine Details:
Erscheinungsdatum Erstausgabe :27.10.2014
Aktuelle Ausgabe : 03.10.2016
Verlag : Bastei Entertainment
ISBN: 9783732520398
E-Buch Text 322 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 6,99 Euro

Kurzbeschreibung: 
Die Einwohner des beschaulichen Norwich leben in Angst: Seit Wochen werden Studentinnen auf dem Campus ihrer Uni überfallen und vergewaltigt. Als eines Tages die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, die eindeutig die gleichen Verletzungen wie die bisherigen Vergewaltigungsopfer aufweist, ist klar: Der Täter schreckt vor nichts mehr zurück. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln, um wen es sich bei dem Mann handeln könnte, bis die Psychologiestudentin Andrea Jahnke ihn bei einer Vergewaltigung stört. Und sich damit selbst in seine Schusslinie bringt… (Quelle: vorablesen.de)

Inhalt: 
Andrea Jahnke, deutsche Psychologiestudentin wagt nach dem Verlust ihrer Familie einen Neuanfang in England. In Gregory findet sie zögerlich ihre große Liebe, doch diese wird schnell auf eine harte Probe gestellt. Ein Serienvergewaltiger und späterer Mörder bringt über den Uni-Campus Angst und Schrecken und der Horror scheint kein Ende zu nehmen …

Beurteilung: 
„Am Abgrund seiner Seele“ überzeugte mich zu Beginn durch Cover und steil ansteigende Spannungskurve. Der Schreibstil der Autorin ist zu Beginn fließend und für mein Leseverhalten sehr angenehm und flüssig. Leider macht für mich die Spannungskurve in der Mitte des Buches einen fast drastischen Knick nach unten, was bei mir zu einem langatmigen und schleppenden Lesevergnügen führte. Bedauerlich finde ich die doch eher unfähig dargestellten Polizeibeamten. Abschließend  lässt die Autorin mich leider  mit viel zu vielen Fragen bzgl. der einzelnen Charaktere und beschriebenen Handlungen zurück.

Fazit:
Eine Kaufempfehlung kann ich leider persönlich nicht aussprechen, aber Geschmäcker sind ja erfreulicherweise verschieden.